“Homerun” für Laura Hetzel und Besuch aus Südafrika
Holger Hetzel Stables, das steht für Know-How, gute Ausbildung und gute Veranstaltungen in Goch und das spricht sich sagenhaft schnell herum. Beim Hetzel Spring Masters machten sechs Teenager aus Südafrika Bekannschaft mit Springsport in Deutschland und bestaunten Laura Hetzel und Laurens Houben im Parcours. Die Tochter des Chefs und der Reiter aus Belgien setzten am dritten Turniertag Maßstäbe und hinterließen (nicht nur) bei den Teens mächtig Eindruck…
Die gerade 26 Jahre jung gewordene Laura Hetzel gewann mit der Springprüfung Kl. S* im Preis vom Polo Park Heisterfeldshof die Top-Prüfung des Tages beim Masters mit Jet V und zwar so, als wäre das “Tagesroutine”: Flüssig, unangestrengt, auf kurzen Wegen in 69,62 Sekunden. “Das ist Lauras bestes Pferd momentan, mit der Stute war sie schon in Jerez de la Frontera im Großen Preis platziert”, resümierte der zufriedene Vater und Ausbilder. Mit Laurens Houben (BEL), Bereiter im Stall Hetzel, und dem westfälischen Schimmel Dark Grey folgte ein weiteres Paar aus dem eigenen Betrieb auf Rang zwei. All das stellt dem Ausbilder Hetzel ein gutes Zeugnis aus, ist jedoch nur ein Ausschnitt. Ein Fokus liegt auch auf internationalen Kontakten.
Die sorgen dafür, dass die “next generation” des südafrikanischen Springsports in Goch beim Spring Masters an den Start gehen darf. WM-Kandidat Ronnie Healy aus Johannesburg gab den Anstoß dazu und prompt fand seine Initiative ein Echo in Südafrika, die nun dazu führt, dass sechs ambitionierte junge Reiter/innen mit Pferden aus den Hetzel-Ställen europäische Turnierluft schnuppern dürfen.
Immer ein bisschen herausfordernd - der Parcoursbau
Das Hetzel Spring Masters ist im Rheinland als gute Adresse für den Start in die grüne Saison bekannt. Das unterstreicht die Resonanz, die weit ber die Region hinausreicht und verdeutlicht auch, warum das Programm von der Springpferdeprüfung bis zum Großen Preis reicht. Das stellt den Parcourschef vor ganz konkrete Aufgaben und der “Herr der Hindernisse” ist in diesem Jahr der internationale Parcoursbauer Peter Schumacher aus Kruft. Der mag den Wechsel zwischen internationalen CSI irgendwo auf der Welt und ambitionierten nationalen Turnieren ganz gern, wie er unumwunden zugibt.
“Die Mischung machts - von der Basisprüfung bis zum Zwei-Sterne-S”, sagt Schumacher und: "Manchmal ist es schwieriger, eine Springpferdeprüfung Kl. A für Vierjährige zu bauen, als ein S-Springen.” Immer müsse man sich einfühlen, was richtig ist für die Pferde und auch für die Reiter/innen. Schumacher: “Das gilt für alle. Wenn z.B. die Amateure am Sonntag wieder nach Hause fahren, dann soll das möglichst mit dem Gefühl sein, dass sie ordentlich reiten konnten und auch wieder eine zusätzliche Erfahrung gewonnen haben. Ich will dafür schöne Linien haben, die flüssig, rhythmisch, in einem Stück zu reiten sind.”
Leistungsabfrage, Wettbewerb, Abwechslung - alles spielt für den Parcoursbau eine Rolle. “Der Platz hier in Goch ist kein Standardplatz wie andere vom Zuschnitt her und mit dem Baumbestand. Damit kann und muss ich anders arbeiten”, unterstreicht Schumacher, der von Ehefrau Julia, ebenfalls Fachfrau in Sachen Parcours, unterstützt wird. Im Jahr 2027 ist er für das Course-Design beim Weltcup-Finale in Göteborg zuständig. “Es ist aber wichtig, den Kontakt und das Gefühl für die Basis zu halten”, ist sich Peter Schumacher sicher. Wie der Große Preis des Hetzel Spring Masters am Sonntag aussehen wird? Verrät er (noch) nicht…
